chronik

   
 

Aufbau des 1. Liftes in Eversberg am 20.12.1980

Das Gute liegt ja oft so nahe: Skisport im eigenen "Garten"
(© TV Eversberg, H.J.Basse, Festzeitschrift 100 Jahre Turnverein Eversberg, 1988)

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt? Oft so nahe, dasß man es übersieht? Warum erst lange Fahrten hinter sich bringen und dabei in Staus geraten, um etablierte Skigebiete im Sauerland zu erreichen, wenn es - mit einigen Abstrichen - die gleiche Möglichkeiten in Eversbergs eigenem "Garten", genauer: im Gebiet des "Hoppegartens" gibt, das 400 Meter über dem Meeresspiegel liegt und ungefähr 30 Schneetage garantiert.

Das sagte sich auch Willi Raulf, als die Ski-Abteilung als bisher jüngstes Kind des TV Eversberg im Jahre 1979 gegründet wurde und eine große Anzahl interessierter Skifreunde auf ihrer Seite hatte. Hier war eine "Marktlücke" geschlossen worden, die eigentlich längst schon hätte besetzt sein können. Nun, gute Ideen können nie zu spät.

Um in den Genuß von Skiunterricht zu kommen, fuhren die Skifahrer aus Eversberg, sobald das Wetter es erlaubte, zu Skipisten im Hochsauerland, bis Willi Raulf und Arnold Kotthoff, das "Schlangestehens" auf der Straße und am Lift überdrüssig, Abhilfe ersannen, auf privates Risiko einen tragbaren Lift kauften und für die Skiabteilung im Hoppegarten installierten. Auf diese Weise konnte die Skiabteilung ihr Wirkungsfeld in den Freizeitbereich erweitern. Willi Raulf: "Wir möchten alle ansprechen, die in ihrer Freizeit Skisport treiben, unabhängig davon, ob sie Mitglied unseres Turnvereins sind oder nicht".

Alsbald stellte sich jedoch heraus, daß der Kleinschlepplift den Anforderungen nicht gewachsen und von Kindern nicht einfach zu benutzen war. Der Bau eines Bügelumlaufliftes wurde beschlossen.

Für die Bewältigung von Investitionen im Skibereich, z.B. Übungshang Hoppegarten, hat sich ein Förderverein gebildet (der zweite Förderverein in Eversberg) dem der TV Eversberg als Mitglied angehört. In mehreren Verhandlungen und Gesprächen sind sich alle Beteiligten darüber klar geworden, daß eine andere Lösung nur schwer möglich war. Es hat sich erwiesen, daß die erarbeitete Lösung die einzig richtige war. Der Förderverein ist der Bauherr und der Betreiber des Skilftes. Er übernahm auch die Betreuung der schönen Langlaufpiste auf dem Plackweg."

 

Jungfernfahrt
 Skilift Hoppegarten
 durch Arnold Kotthoff

 

Der Schleppbügel ist an das Drahtseil einzuklemmen.

 

...und schon geht's los.

Neubau eines Bügelumlauflistes

Dank dreier toller Winter von jeweils fünf Wochen war der Kleinschlepplift bezahlt, so viel Geld in der Kasse und der Freundeskreis so groß geworden, dass man den Mut fasste, einen „größeren“ Lift, einen Bügelumlauflift für ca. 20000 DM anzuschaffen. Um die rechtliche Grundlage für eine solche Investition zu schaffen, wurde am 27.11.1983 die Gemeinschaft zur Förderung des Skisports gegründet und im Vereinsregister eingetragen.

Die Gemeinschaft möchte als gemeinnütziger Verein den Menschen im Einzugsgebiet Eversberg den Einstieg in den Skisport schmackhaft machen. Sie unterstützt insbesondere die Skiabteilung des Turnvereins Eversberg. In unmittelbarer Ortsnähe wurde am 7. Januar 1984 der Bügelumlauflift auf der Skiwiese im Hoppegarten gebaut. Neben den vorhandenen Eigenmitteln übernahmen alle vierzehn Gründungsmitglieder eine gesamtschuldnerische Bürgschaft über 14000 DM.  

Aus den 14 Mitgliedern sind heute 35 geworden. Die wichtigste Aufgabe der Mitglieder des Vereins ist der alljährliche Auf- und Abbau der Anlage, sowie die ehrenamtliche Übernahme des Liftbetriebes.    

 

Verlegung des Lifts vom Hoppegarten zur Bue

Der Bügelumlauflift wurde vor einigen Jahren mit erneutem großen finanziellen und materiellem Aufwand vom Hoppegarten auf die Skiwiese unter der Bue verlegt. Eine touristische und kommerzielle Nutzung des Liftes ist auf Grund der unsicheren Schneelage, der geringen Hangneigung und der Kürze des Schleppliftes weder möglich noch gewollt. Die gesellige und familiäre Atmosphäre soll gegenüber dem Massenbetrieb den Vorrang behalten.

 

Erweiterung der Anlage durch den Bau eine Garage für die Pistenraupe